Armut, Liebe und Vertrauen – Ein Abend, der nachklingt

Heute, machte sich die OG Lechaschau bei strahlendem Sommerhimmel auf den Weg zur Geierwally‑Freilichtbühne. Schon die gemeinsame Busfahrt war geprägt von Vorfreude, vertrauten Gesprächen und dem Gefühl, wieder einmal etwas Besonderes miteinander zu erleben.

Auf dem Programm stand das Stück „Die Schwabenkinder“ von Claudia Lang‑Forcher – ein Werk, das tief in die Geschichte unserer Region greift. Über Jahrhunderte zogen Kinder aus Tirol und dem Alpenraum im Frühjahr talwärts nach Reutte und weiter ins Allgäu, um in Oberschwaben als Saisonarbeiter zu dienen. Auf den Kindermärkten wurden sie von Bauern ausgewählt und verbrachten den Sommer mit harter Arbeit, Verantwortung und oft großem Heimweh. Diese Vergangenheit ist Teil unserer regionalen Identität – und das Stück lässt sie eindrucksvoll lebendig werden.

Im Mittelpunkt der Handlung steht das kleine Wolfele, das miterlebt, wie Jahr für Jahr die älteren Kinder des Dorfes ins Schwabenland geschickt werden. Seine Mutter Agnes weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer und gefährlich dieser Weg sein kann. Sie kämpft verzweifelt darum, ihre Kinder zu schützen – doch die Armut ist stärker als ihre Hoffnung. Als Wolfele schließlich selbst gehen muss, beginnt für die Familie eine Zeit des Bangens. Eine wohlhabende Lehrerfamilie möchte den Jungen adoptieren, und Agnes wird gedrängt, schweren Herzens zuzustimmen. Am Ende des Sommers trifft sie ein weiterer Schicksalsschlag: Ihre Tochter Rosa kehrt nicht zurück. Die Not, die Liebe und die Verzweiflung dieser Familie spiegeln das Schicksal vieler Schwabenkinder jener Zeit.

Die Darstellerinnen und Darsteller brachten diese Geschichte mit einer beeindruckenden Tiefe und Echtheit auf die Bühne. Besonders die Kinder spielten mit einer Intensität, die uns berührte, bewegte und lange nachklingen ließ. Jede Szene, jede Emotion war spürbar – und machte dankbar dafür, wie gut es uns heute geht.

Unser gemeinsamer Eindruck war eindeutig: ein wunderschöner, tief berührender und authentischer Theaterabend. Ein herzliches Vergelt’s Gott an das gesamte Ensemble der Geierwally‑Bühne für diese eindrucksvolle Reise in eine Zeit, die geprägt war von Armut, Mut und stiller Stärke.

Ein ebenso großer Dank gilt unseren Pensionistinnen und Pensionisten. Ihr seid es, die jede Fahrt besonders machen. Eure Freude, euer Miteinander und eure Offenheit geben uns immer wieder den Antrieb, neue Ideen zu entwickeln und euch besondere Erlebnisse zu schenken.

Danke auch an Mario von der Firma Specht sowie an das gesamte Team für die sichere, angenehme und herzliche Fahrt nach Elbigenalp und wieder zurück nach Hause.

Heiß, heißer, Grillfest Lechaschau

Am Montag, den 29. Juni, direkt nach der Challenge, haben wir zum zweiten Mal unser Grillfest gefeiert – und viele unserer Mitglieder ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, gemeinsam einen richtig gemütlichen Sommertag zu verbringen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren die kühlen Getränke eine Wohltat, die Grillspezialitäten ein Genuss und die Musik von unserem spontanen „Ersatz-DJ“ Robert ein echter Stimmungsmacher. Am Nachmittag gab’s zusätzlich Kaffee und köstlichen Kuchen – liebevoll vorbereitet von unseren fleißigen Helferinnen.

Besonders gefreut hat uns der Besuch von Landespräsident Herbert Strigl und seiner Frau Yvonne, die mit einer berührenden und informativen Rede viele zum Nachdenken anregten. Ebenso stellte sich unser neuer Bezirksobmann Roland Weirather vor und fand warme, wertschätzende Worte für unsere Pensionistinnen und Pensionisten.

Eine Neuerung im Vorstand gab es auch: Unser neuer Kassier Wolfgang Strauß übernimmt ab 1. August sein Amt – herzlich willkommen im Team!

Ein großes Dankeschön geht an Walter und Andi, die die Küche heuer mit beeindruckender Energie geschupft haben. Ebenso danken wir allen Helferinnen, die trotz der Hitze unermüdlich bedienten, ausschenkten und herrichteten.

Danke auch an die Jungbauern für das Zelt und an Schmid Franz, der uns als Präsident des SV Lechaschau mit Zeit und hilfreichen Materialien unterstützt hat.

Und natürlich: Ohne euch, unsere Pensionistinnen und Pensionisten, wäre dieses Fest gar nicht möglich. Deshalb ein besonders herzliches, dickes und liebevolles DANKE an euch alle.